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Führen in Hochleistungsorganisationen

Hochleistungsorganisationen(HLO) sind komplexe Systeme. Sie zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

Erfolgsfaktoren von Hochleistungsorganisationen

Trotz dieser vielfältigen Restriktionen einer komplexen und dynamischen Umwelt und oftmals personeller Engpässe gelingt es einigen Organisationen und Teams, auch in einem durch die Aneinanderreihung kritischer Situationen geprägten Arbeitsfeld flexibel und situationsgerecht zu handeln. Sie sind es, die Erfolg haben und dem Wettbewerb mit entsprechender Gelassenheit begegnen können. Was macht den Unterschied? Was ist das Geheimnis ihres Erfolgs? Und vor allem: Gibt es bestimmte Handlungsmuster, die auf andere Organisationen übertragbar sind?

Gemeinsame Zielklarheit

In allen HLOs herrscht bei den Akteuren eine hohe Zielklarheit verbunden mit dem unbedingten Willen, gemeinsame Ziele gemeinsam durchzusetzen. Dies führt einerseits zu einer klaren Orientierung, andererseits werden Reibereien und Konflikte, die zu Blockaden und Lähmungen führen, vermieden. Zielklarheit bedeutet keineswegs kurzfristiges und durch operative Hektik begleitetes "Hinterherhecheln" nach einem Zahlenkonstrukt. Die Zielklarheit basiert vielmehr auf dem grundsätzlichen Bedürfnis, in der Sache Erfolg zu haben - die Motivation ist also intrinsisch. Dieser gemeinsame Wille zum Erfolg ermöglicht es Hochleistungsteams, ihre Ziele entsprechend veränderten Bedingungen anzupassen und sich auf Veränderungen schneller als konventionell gesteuerte Teams einzustellen. Menschen in Hochleistungsteams haben eine Geisteshaltung, die man als Achtsamkeit bezeichnen kann. Jeder Einzelne macht sich in seinem Aufgabenfeld Gedanken darüber, wie mit einer neuen unvorhersehbaren Situation umgegangen werden muss. HLOs sind keine Objekte von Veränderung, sondern sie antizipieren und gestalten sie entsprechend ihren Möglichkeiten.

Wahrnehmungskompetenz

Achtsamkeit und Wahrnehmungskompetenz, Aufmerksamkeit für mögliche Fehler entstehen natürlich in erster Linie durch Erfahrung. Sie können aber auch im Team systematisch trainiert werden, indem kritische Ereignisse antizipiert und als konkrete Fallbeispiele bearbeitet werden. Zu diesem Zweck werden spezifische Methoden der Simulation eingesetzt. HLOs sind echte lernende Organisationen, denn sie nutzen jede von der Norm abweichende Situation, um den besten Weg des Handelns zu gehen. Dadurch entwickeln sie gemeinsame mentale Modelle, die für erfolgreiche Bewältigung zukünftiger kritischer Situationen notwendig sind.

HLOs sind lernende Organisationen

Darüber hinaus besitzen HLOs eine hohe Fähigkeit zu Reflexion und Feedback. Einsätze und größere Handlungseinheiten werden in einer Einsatzbesprechung thematisiert und als Lessons learned in das Handlungsrepertoire integriert. Sie stützen sich dabei auf die bewährte Methode des After Action Review. Ein weiterer Faktor für die Funktionsfähigkeit von HLOs ist ein ganzheitliches Rollenkonzept, das auf Grund sich überschneidender Kompetenzen aber flexibel an wechselnde Situationen angepasst werden kann. Die Fähigkeiten und Kenntnisse der Mitglieder sind nicht arbeitsteilig abgegrenzt, sondern bauen auf Basiskompetenzen auf, die es ermöglichen, dass Mitarbeiter schnell und zuverlässig in der Lage sind, den Arbeitsbereich eines anderen zu übernehmen.

Was muss Führung in einer solchen Organisation leisten?

Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommele nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre den Männern die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer

[Antoine de Saint Exupery]

Anforderungsprofile von Führung müssen sich mit den Rahmenbedingungen, insbesondere den durch den Führungsprozess beeinflussbaren Variablen von Höchstleistung befassen und die Führungspraxis entsprechend ausrichten. Neben dem klassischen Kanon an Kompetenzen spielen folgende Faktoren eine bedeutende Rolle:

Wie sieht unser Modell zur Kompetenzentwicklung im Themenfeld Führung in Hochleistungsorganisationen aus?

Ein schlankes Modell für die Führungskräfteentwicklung
  • Der Start: Ein eintägiges Meeting, in dem Führungskräfte lernen, wie Hochleistungssysteme funktionieren und welche Rolle sie in diesen einnehmen
  • Das Coaching: Führungskräfte lernen, wie Sie ihre individuellen Stärken in den Führungsprozess einbringen. Zeitraum und Ziele werden individuell vereinbart.
  • Die Praxis: In einem eintägigen Training lernen Führungskräfte spezifische Instrumente der Führungspraxis in Hochleistungsorganisationen
Ein Modell zur Strategieentwicklung für das
TOP-Management in HLOs
  • Top Manager erarbeiten in einem eintägigen Kolloquium Strategien zur Organisationsentwicklung in Hochleistungssystemen. Sie entwickeln Ziele für Hochleistungsorganisationen und lernen, Wiedersprüche zu erkennen und auszubalancieren.
  • In einem eintägigen Seminar werden Themen zur Praxis der Organisationsentwicklung von HLOs behandelt.
Die Bausteine des Modells im Überblick ...